Photovoltaik

Photovoltaik bekommt keine Subventionen und kostet den Steuerzahler nichts!

29 Sep , 2008  

Leider ist mir gerade beim lesen der aktuellen Zeitschrift „Schöner Wohnen extra“ der Kragen geplatzt.

Darin wird der Bauingenieur und Bauphysiker Kai Schild kommentarlos zitiert, wie er mit Polemik über die Photovoltaik herzieht. Ohne Rot zu werden, werden Unwahrheiten daher geplappert und diese Zeitung druckt so etwas falsches auch noch ab. More…

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Photovoltaik

Steuern und Einstufung als Unternehmer für Photovoltaikanlagen

21 Okt , 2007  

Bei der Installation und der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage ergeben sich nicht nur technische Fragen. Auch auf der steuerrechtlichen Ebene kann man durchuaus Neuland betreten – weil man zumeist automatisch als Unternehmer mit Umsatzsteuerpflicht eingestuft wird. Als Unternehmer gilt jeder, der eine nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Gewinnen betreibt.

Dabei ist es meist unerheblich, ob man sich bei der Gemeinde mit einem Gewerbeschein anmeldet oder nicht. Jedoch bringt die Anmeldung auch Vorteile, da damit auch auch automatisch alle weiteren Anmeldungen, wie z.B. beim Finanzamt, angestoßen werden.
Beim Betrieb von Photovoltaikanlagen liegt eine nachhaltige Tätigkeit vor, wenn

  • der Strom regelmäßig und nicht nur gelegentlich in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird.

Da dies bei allen Netzparallelanlagen der Fall sein wird, ist zumindest die Sachlage damit eindeutig.

Zur Einordnung hinsichtlich der Umsatzsteuer und der Einkommensteuer hat die OFD Karlsruhe mit Verfügung vom 20.9.2006, Az. S 7104, wie folgt Stellung genommen:

Beurteilung einer Photovoltaikanlage
Photovoltaikanlagen nutzen die Sonnenenergie und erzeugen ausschließlich Strom. Wird dieser Strom zu 100 % ins allgemeine Stromnetz eingespeist, handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit, die der Umsatzsteuer mit 19 % (vor dem 1.1.2007: 16 %) unterliegt. Wird ein Teil des Stroms für eigene Zwecke verwendet, liegt insoweit eine umsatzsteuerpflichtige private Wertabgabe (Eigenverbrauch) vor.

Photovoltaikanlage bei der Einkommensteuer
Üben Sie eine gewerbliche Tätigkeit aus, gehört die Photovoltaikanlage als Betriebsvorrichtung zu Ihrem Betriebsvermögen. Eine Betriebsvorrichtung ist ein selbstständig nutzbares bewegliches Wirtschaftsgut. Somit können Sie bei der Photovoltaikanlage

  • zwischen der linearen und der degressiven Abschreibung wählen, die das 3fache der linearen Abschreibung beträgt (max. 30 %),
  • zusätzlich die 20%ige Sonderabschreibung beanspruchen, wenn Sie nicht mehr als 10 % des Stroms für eigene private Zwecke verwenden,
  • und bereits vor der Anschaffung eine Ansparabschreibung geltend machen.

Nach der amtlichen Abschreibungstabelle ist die Photovoltaikanlage über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abzuschreiben.

Photovoltaikanlage bei der Umsatzsteuer
Aus der Anschaffung und auch aus den laufenden Kosten können Sie die Vorsteuer zu 100 % geltend machen. Die entgeltliche Lieferung von Strom an ein Energieunternehmen unterliegt der Umsatzsteuer. Liefern Sie Strom an Ihre Mieter, ist diese Stromlieferung keine steuerfreie Nebenleistung zum Vermietungsumsatz. Sie müssen die Stromlieferung mit Ihren Mietern mit Umsatzsteuer abrechnen. Für den Strom, den Sie selbst verwenden, zahlen Sie ebenfalls Umsatzsteuer (Kosten für die eigene Stromerzeugung + Umsatzsteuer = Betriebseinnahme).

Korrekturzeitraum bei der Umsatzsteuer
Ändern sich die Nutzungsverhältnisse, muss der Vorsteuerabzug nach 15a UStG korrigiert werden. Der maßgebliche Korrekturzeitraum beträgt nicht 5 Jahre, sondern 10 Jahre, weil die Photovoltaikanlage zu den wesentlichen Bestandteilen eines Gebäudes gehört.

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