Photovoltaik

EEG-Umlage steigt und die Industrie profitiert doppelt

27 Sep , 2012  

Der Bundesverband Erneuerbaren Energien (BEE) rechnet für den 15. Oktober mit einer EEG-Umlagensteigerung von 3,6 auf 5,2 Cent pro Kilowattstunde. Der durch die Vergütung für die Erneuerbare Energien verursachte Anteil an diesen 5,2 Cent EEG-Umlage steigt lediglich von 2,1 auf 2,3 Cent – das ist weniger als die Hälfte der gesamten Umlage.

Die 1,6 Cent Steigerung lassen sich also vor allem mit anderen Faktoren erklären und nur zu einem kleinen Teil durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Vor allem die von Schwarz-Gelb so großzügig verteilten Ausnahmen von der EEG-Umlage für die Industrie machen mittlerweile rund 1,3 Cent pro Kilowattstunde aus. Alleine in diesem Jahr werden diese zunehmenden Befreiuungstatbestände die EEG-Umlage also um 0,3 Cent belasten. Dabei ist es vor allem die Industrie, die doppelt profitiert: durch die Lobbygeschenke von Schwarz-Gelb und durch den Merit-Order Effekt, also die sinkenden Börsenstrompreise.

Dass die EEG-Umlage steigt, liegt einzig an der schwarz-gelben Bundesregierung, die immer weitere Kostenfaktoren in die Umlage einbaut und die kein Berechnungsmodell vorlegt, welches die strompreissenkende Wirkung der Erneuerbaren einrechnet.

Weitere Informationen gibt es hier: http://www.bee-ev.de/

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