Photovoltaik

Solarindustrie in der Krise?

4 Okt , 2011  

Laut unterschiedlichen Geschäftsberichten und von Agenturen erstellten Prognosen, werden die kommenden Jahre für Solarmodulhersteller nicht an die Performance der letzten anschließen können. Obwohl die Nachfrage weiter steigt ist ein sinkender Umsatz absehbar. Dies liegt an fallenden Verkaufspreisen, die nunmehr etwa 35% unter dem Niveau des Jahres 2009 liegen.

Warum wird es schwierig?Dass der erwartete Umsatz trotz stetig steigender Nachfrage sich negativ entwickelt, hat widererwartend einfach nachzuvollziehende Gründe.

Zum Ersten liegt dies daran, dass der Wettbewerb zwischen Vertretern dieser Industrie sehr zugenommen hat, da heute mehr größere Player um die Gunst der Abnehmer streiten, als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war.

Zum Zweiten haben die Produzenten der Solarmodule eine Überkapazität erwirtschaftet, welche sich selbstverständlich auf das heutige sowie zukünftige Preisniveau auswirkt und auswirken wird.

Dieser Punkt ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass anfängliche Subventionen in diese lukrative Branche nun eingestellt wurden. Aufgrund der sehr kostenintensiven Produktion solcher Solarmodule ist es für ein kleines bis mittelständisches Unternehmen aus eigener Kraft eigentlich nicht zu schaffen, sich auf diesem Markt zu etablieren. Selbst nach Finanzierungsrunden oder dem Einsammeln von Kapital bei Aktionären ist eine positive Bilanz eher unwahrscheinlich.

Da die Solar- und Photovoltaikindustrie natürlich nur temporär durch staatliche Hilfen „angeschoben“ wurden, fällt dieser positive Posten in der GuV-Rechnung nun weg.

Diese drei Punkte erklären den aktuellen Zustand der Photovoltaikindustrie recht plakativ. Langfristig wird sich der Gewinn wieder erhöhen, was an einer selbstbereinigenden Funktion des Markts liegt. Zudem werden Produktionsprozesse weiterhin verbessert und produktiver.


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