Photovoltaik

Solaranlage auf Asbestdach verboten

18 Feb , 2008  

Immer noch gibt es viele, große Dächer mit einer Wellasbestbedachung und einer guten Südausrichtung. Da diese Dächer oft als Scheunen oder Lagerhallen mit wirtschaftlicher Nutzung eingesetzt werden und die normale Nutzungszeit noch lange nicht abgelaufen ist, liegt der Wunsch nahe diese auch als Unterbau für Solaranlagen zu nutzen.

Auch wenn diese so genannten „stark gebundenen“ Asbestzement-Platten einem Bestandsschutz unterliegen, regelt jedoch die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV letzte Fassung 1.1.2005) den Umgang mit dem Gefahrstoff Asbest. Danach sind jegliche bauliche Änderungen und selbst einfache Dinge wie z.B. abkärchern oder anbohren verboten. Dies sind Straftaten, die strafrechtlich verfolgt werden können. Daraus ergibt sich auch, dass eine Installation einer Photovoltaikanlage ebenfalls verboten ist.

Es wird zwar immer wieder genannt, dass man im Einzelgenehmigungsverfahren beim zuständigen Bauamt und der Berufgenossenschaft eine Anlage auf einem Asbestdach beantragen kann. Aber ob man die Genehmigung bekommt und es letztendlich sinnvoll ist bleibt fraglich.

Die letzten Asbest Dächer wurden so um 1990 gebaut und sind heute schon fast 20 Jahre alt. Wenn man bedenkt, dass das Dach mit einer Photovoltaikanlage noch mal mindestens 20 Jahre halten muss, lohnt es sich wohl doch die Sanierung des Daches vor zu ziehen. Dies kann besonders interessant sein, da man diese Kosten zumindest teilweise oder ganz über den relativ günstigen Solaranlagen-Kredit finanzieren kann und das Einkommen durch die PV-Anlage die Tilgung des Kredites übernimmt.

Damit ist dann der Punkt „Unterkonstruktion/Dachvorbereitung“ etwas teurer auf der Rechnung, aber man hat ein ordentliches Dach und Einkommen für die nächsten 20 bis 30 Jahre und das alles günstig und überschaubar finanziert – mit gesicherter Tilgung.

, , ,


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.