Photovoltaik

Falsches Spiel mit den Strompreisen

19 Nov , 2009  

Nachdem ich mich gestern über das unfaire Vorgehen der Atomstrom Lobby ärgern musste und über deren Zahlen-Verdreherei gibt heute Hans-Josef Fell (MdB / Grüner Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion) in seinem Newsletter noch ein paar Zahlen und Fakten dazu:

Die Energieversorger führen ihre Kunden hinters Licht, wenn sie die erneuerbaren Energien als
Preistreiber brandmarken. Seit Jahren liegen die Mehrkosten für Ökostrom konstant bei etwa 1 Cent pro
Kilowattstunde. Dass sie im kommenden Jahr voraussichtlich auf knapp 2 Cent ansteigen, ist vor allem
dem Verfall der Börsenpreise für Strom geschuldet und hat nichts mit dem weiter voranschreitenden
Ausbau der erneuerbaren Energie zu tun.
Verschwiegen wird zudem der ökonomische Nutzen der erneuerbaren Energien. So sorgen sie dafür,
dass die teuersten fossilen Kraftwerke nur noch selten hochgefahren werden müssen. Das allein senkte
die Strombeschaffungskosten im vergangenen Jahr um über drei Milliarden Euro. Den Gewinn haben die
Energieversorger eingestrichen, die Tatsache verschweigen sie ihren Kunden aber bis heute.
Dass bislang nur 40 der rund 800 Stromversorger Preiserhöhungen ankündigen ist ein klares Indiz dafür,
dass nicht der Ökostrom, sondern stillstehende Kraftwerke ein wichtiger Grund sind. Vattenfall gingen
allein im letzten Quartal 91 Millionen Euro durch den Stillstand des Pannenmeilers in Krümmel verloren.
Dieses Geld soll jetzt offenbar über die Preiserhöhung von den Kunden eingetrieben werden.

Berlin, den 19.11.2009


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