Photovoltaik

Großdemonstration am 5. März in Berlin

29 Feb , 2012  

Die Solarpraxis AG und die photovoltaik-Redaktion – rufen Sie dazu auf, an einer Großdemonstration am kommenden Montag, 5. März, teilzunehmen. Es soll eine gemeinsame Kundgebung der Solarbranche und ihrer Beschäftigten aus ganz Deutschland auf dem Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor in Berlin geben. Die Veranstaltung ist von 13 bis 15 Uhr geplant, wobei kurzfristige Änderungen noch möglich sind.

Photovoltaik

Herr Röttgen, treten Sie zurück!

28 Feb , 2012  

Sehr geehrter Herr Minister Röttgen,
die Bürger in Deutschland wollen die erneuerbaren Energien – das ist gesellschaftlicher Konsens. Dafür, dass Solaranlagen, Windkraftwerke und Co. gebaut werden, sind Sie als Umweltminister verantwortlich. Ihre Regierung hat noch kürzlich ambitionierte Ziele nach Brüssel gemeldet. Doch der Entwurf zur x-ten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, den Sie nun gemeinsam mit Ihrem Ministerkollegen Rösler vorgelegt haben, will nicht den Zubau erneuerbarer Energien ermöglichen, sondern verhindern. Und vor allem – aber nicht nur – den Bau neuer Solarkraftwerke. Sie machen daraus gar kein Geheimnis: »Mit unserem Vorschlag zur Photovoltaikförderung wollen wir die Zubaumenge und die
Kosten wirksam begrenzen«, haben Sie am 23. Februar erklärt, als die geplanten Änderungen vorgestellt wurden.

Herr Röttgen, für wie dumm halten Sie die Leute?

Die von Ihnen stets angeführten hohen Kosten für Solarstrom gehen auf längst gebaute Kraftwerke zurück und können nicht reduziert werden – wodurch auch immer. Der Bau neuer Solaranlagen aber wird von Jahr zu Jahr billiger. In Ihrer Gesetzesvorlage steht sogar ausdrücklich, dass eine Kilowattstunde Solarstrom in vier Jahren nur noch 6,75 Cent kosten soll. Damit wird dieser Solarstrom billiger als der Strom aus neuen Kohlekraftwerken. Schon in diesem Jahr soll Solarstrom aus Megawattanlagen nur noch mit 13,50 Cent je Kilowattstunde vergütet werden – das ist günstiger als Strom aus Offshore-Windkraftwerken oder Biomasseanlagen. Aber schaffen Sie jetzt auch Kohlekraftwerke ab, weil sie zu teuer sind? Wollen Sie den Ausbau von Wind- und Biogaskraftwerken ausbremsen?

Sie wollen, dass künftig nur noch 0,9 bis 1,9 Gigawatt neuer Solaranlagen pro Jahr installiert werden. Sie nennen das einen »vernünftigen Rahmen«. Als Umweltminister aber sollten Sie sich freuen, dass Solarstrom immer billiger wird und es immer mehr Solaranlagen gibt! Stattdessen verweisen Sie auf die angeblich durch Solarenergie gefährdete Netzstabilität. Belege dafür liefern Sie nicht. Stattdessen – und das ist eine der größeren Absurditäten in Ihren Ideen – legen Sie ein Gesetz vor, dass den Bau von Photovoltaikanlagen künftig auf sonnige Regionen konzentrieren wird. Das aber führt tatsächlich zu eigentlich vermeidbarem Netzausbau.

Was Sie nicht sagen: Die 1,9 Gigawatt sind so wenig, dass Solarstrom in Deutschland nie eine relevante Rolle bei der Energieversorgung spielen wird. »Warum RWE und Eon aufatmen« kommentiert die Wirtschaftspresse Ihre Pläne. Auch die Börsenanalysten haben schnell begriffen, wer da gerade ein Geschenk erhält. Die Aktien aller großen Stromkonzerne machten noch am Tag der Veröffentlichung Ihres Entwurfes einen Freudensprung.

Die Kurse der Solaraktien hingegen werden weiter einbrechen. Denn die Analysten haben bislang vor allem die geplante Vergütungsabsenkung eingepreist, um die geht es aber im Kern gar nicht – auch wenn sich viele Reaktionen aus der Solarbranche vor allem mit der Frage beschäftigen, ob die von Ihnen verkündeten Vergütungssätze denn angemessen sind.

Worum es wirklich geht, steht in Paragraf 64 Ihrer sogenannten Formulierungshilfe für den Bundestag: Dieser Passus enthält die Ermächtigungsgrundlage dafür, dass Sie gemeinsam mit Ihrem neuen Kumpel Rösler künftig mit der Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien machen können, was Sie wollen. Ohne Parlamentarier, ohne Mitbestimmung der Bundesländer – und vor allem: ohne Vorwarnung. Eine Verordnungsermächtigung, mit der Sie die Vergütung über Nacht auf null senken könnten. Genauso könnten Sie darüber bestimmen, welcher Anteil des produzierten Stroms überhaupt noch vergütet wird. Und um den Fass den Boden auszuschlagen: Diese Regelung soll nicht nur für Solarstrom gelten, sondern für alle erneuerbaren Energien.

Man wird sehen, was das Bundesverfassungsgericht zu einer solchen Entmachtung der Legislative sagt. Allein Ihr Versuch zeigt jedoch, wie ernst Sie es mit der Deckelung des Solarzubaus meinen – und wie wenig Sie mit parlamentarischer Demokratie und der Gewaltenteilung am Hut haben. Stattdessen entlarvt Sie Ihr Gesetzesvorschlag als U-Boot in der Regierung und Wegbereiter der konventionellen Energiewirtschaft.

Mit Ihrer Verantwortung als Bundesumweltminister ist dieses Verhalten unvereinbar.

Deshalb: Räumen Sie Ihren Platz für jemanden, der sich wirklich für den Schutz der Umwelt einsetzt.

Folker Schrade

 

PS: Hier bei handelt es sich um einen offen Brief der Zeitschrift Photon, bereits unterschrieben von diversen Mitarbeitern des Verlages.

Auch Du  hast ein direkte Stimme!

Lade den Aufruf herunter, unterschreibe Ihn, wenn er Deine Meinung wiederspiegelt und sende Ihn direkt ans Bundesministerium!

Photovoltaik

Photovoltaik-Rekordjahr 2011 führt zur weiteren drastischen Kürzung der EEG-Vergütung

9 Jan , 2012  

Voraussichtlich 7500 Megawatt Photovoltaik-Leistung sind 2011 neu in Deutschland installiert worden. Und die Solarbranche feiert den Erfolg! Genau betrachtet ist aber die Wachstumsrate von 2010 auf 2011 nur sehr gering (+1,3%) – nach Zuwachsraten von bis zu 100% in den Vorjahren. Statt einer weiteren Verdoppelung also „nur“ 1,3%.

Ein ordentlicher Wert, der durch Dumping-Preise für Photovoltaik-Systeme, die milde Witterung, die Absenkung der Solarförderung zum Jahresende sowie die Angst vor weiteren Einschnitten bei den Photovoltaik-Einspeisetarifen geschafft wurde. Nicht auszudenken, was wirklich installiert worden wäre, wenn die Politik Stabilität und verlässliche Regeln garantieren würde und nicht alle mit Ihrem Gerede über einen lächerlichen Zubau-Deckel verunsichern würde.

Mit 7,5 GW installierter PV-Leistung in 2011 dürfte die Solarförderung zur Jahresmitte 2012 nochmals um 15 Prozent sinken, da allein im Dezember rund 3 Gigawatt zugebaut sein sollen. Die Werte sind noch vorläufig und werden von der Bundesnetzagentur wahrscheinlich erst im März verbindlich veröffentlicht.

Branchenwachstum ermöglicht Halbierung der PV-Förderung

Quelle: BSW-Solar

Jedenfalls hat sich trotz der bisherigen Förderkürzungen der Zubau der Photovoltaik nicht verlangsamt, und es ist auch sehr wahrscheinlich, trotz weiterer Förderkürzung die PV-Anlagen boomen werden. Denn der Preisverfall für PV-Anlagen kann mit der Kürzung der Fördersätze gut mithalten.

Mit einer weiteren Absenkung der Solarförderung zum 1. Juli 2012 um 15 Prozent würde sich die Einspeisevergütung voraussichtlich zwischen 15,25 und 20,77 Cent je Kilowattstunde bewegen. „Neu installierte Photovoltaik-Anlagen haben künftig nur noch einen geringen Einfluss auf die Verbraucherumlage für Erneuerbare Energien“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Zudem steige der Anteil der Solarenergie am deutschen Stromverbrauch weiter und werde in diesem Jahr bei voraussichtlich vier Prozent liegen.

Schade nur, dass dieser Erfolg nun zunehmend auf den Schultern deutscher Solarunternehmen und deren Mitarbeitern ausgetragen wird. Der enorme Preisverfall führt zu Firmenpleiten und heizt das Übernahmekarussell an. Gut das ist ein Teil des Marktmechanismus, der nun für weitere Kosteneinsparungen durch Übernahmen und Insolvenz-Schnäppchen sorgt. Aber etwas weniger drastische Kürzungen der EEG-Umlage hätten den Prozess vielleicht weniger Schmerzhaft ausfallen lassen.

Eine Gefahr droht dabei auch, durch chinesische Übernahmen. In China werden die Solarfirmen staatlich gefördert und bekommen nicht nur die hart zu verdienenden Krumen. Gerade diese nun gut da stehenden Firmen, übernehmen natürlich gern die mit dem EEG aufgebauten deutschen Solarfirmen gern zum Schnäppchenpreis ins Portfolio. Der Dank dafür gilt der deutschen Politik, die natürlich bis hin zum Bundespräsidenten, über jeden Zweifel erhaben ist.

Mit dem weiteren Ausbau der Photovoltaik und der erneuerbaren Energien insgesamt wird eine Speicherung der der volatilen Energie immer wichtiger. Speicher, die auf Batterien basieren werden schon entwickelt, sind aber noch verhältnismäßig teuer.

Mein Vorschlag: ein EEG für Speicherbatterien! Betreiber von Solar- und Windkraftwerken, die auch einen Batterie-Speicher installieren erhalten eine Extra-Vergütung für Regelenergie.

Regelenergie ist auch in der Energiewirtschaft sehr teuer, jedenfalls im Vergleich zu konventionell erzeugten kWh. Durch eine Umlage dieser Kosten, kann sicherlich der Erfolg der Solarbranche auch für die Batterietechnik wiederholt werden!

Solarstromanlagen seit 2006 mehr als 58 Prozent billiger

Quelle: BSW-Solar

Meine Voraussage: mit einer Förderung durch ein Batterie-EEG werden sich die Kosten für Batterien in 5 Jahren auch halbiert haben.

Wenn dazu auch noch Elektroauto-Batterien, durch eine Umlage der Ökosteuer im Benzin und Diesel, als Zuschuss für E-Auto Fahrer sinnvoll genutzt würde, wäre der Technologie- und Preissprung bei Batterien sicher noch stärker.

…und Deutschland könnte in 5 Jahren unabhängig von Öl und Atomstrom sein!!

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Photovoltaik

Französischer Solar Bonsai

13 Dez , 2011  

Eine ganz besonders schöne Solaranlage hat Vivien Muller, ein französischer Designer, für Zeitgenossen ohne grünen Daumen entworfen. Ein kleiner Solar Bonsai, der jedes Zimmer verschönert und sich nebenbei nützlich macht.

Die 27 Solarzellen der ca. 40cm „Pflanze“ speichern Ihren Sonnenertrag in einer Batterie in der „Pflanzschale“. Dann können jederzeit per USB Port elektronische Gadgets geladen werden. Auch im Dunkeln. Für aktuell 299 Euro kann man sich dieses Pflänzchen zulegen und sein grünes Luxus-Gewissen pflegen

Elektromobile

Elektroauto Renault Twizzy gewinnen

9 Dez , 2011  

Renault verlost bei einem Adventskalender-Gewinnspiel einen Twizy inklusive drei Jahre Batteriemiete im Wert von 9490 Euro.

Um das kleine Elektro-Stadtauto zu gewinnen, müssen die Teilnehmer täglich eine Frage rund um das Thema Elektromobilität beantworten. Hilfestellungen sind immer direkt verlinkt und können auf www.elektro-start.de oder www.renault-ze.de gefunden werden.

Jede richtige Antwort ergibt einen Buchstaben des Lösungswortes, das beim abschließenden Preisrätsel am 24. Dezember gesucht wird. Der Gewinner wird unter allen erfolgreichen Teilnehmern per Los gezogen. Neben dem Hauptgewinn gibt es weitere Preise, die Renault in zusätzlichen, unangekündigten Gewinnrunden verlost.


Im 2.30 Meter langen Twizy, der an einen geschrumpften Smart erinnert,  sitzen Fahrer und Beifahrer hintereinander. Die Reichweite beträgt rund 100 Kilometer. Der Renault Twizy ist in mit einem 4 kW /5 PS oder 13 kW / 17 PS starken Elektromotor erhältlich. Das ideale Auto für meinen täglichen Arbeitsweg…

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