Elektromobile

K.I.T.T. und IPhone für den Postboten.

7 Dez , 2011  

Kannst Du dich noch an Knight Rider erinnern? Und an K.I.T.T., das intelligente Auto „Knight Industries Two Thousand“ (ein Pointac Firebird Trans AM) von Michael Knight (David Hasselhoff).

Wenn Michael Knight von seinem Wagen getrennt war, konnte er über seine Armbanduhr, den Comlink, mit ihm kommunizieren. Und für das Auto war es ein leichtes, auf Anweisung per Comlink, selbstständig genau dort hin zu fahren.

So etwas sollen nun endlich auch normale Postboten bekommen. Nur dass es noch nicht bis zur funkenden Armbanduhr reicht, sondern der Postbote mit einem schnöden IPhone vorlieb nehmen muss.



Das teilautomatisch fahrende Post- und Kurierauto „eT!“ wurde nun von Volkswagen vorgestellt. Unterstützung erhielt die VW-Forschung von der Deutschen Post und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Der Antrieb des eT! ist natürlich elektrisch und besteht aus zwei an der Hinterachse montierten Radnabenmotoren. Jeder der 34 kg schweren Motoren leistet 35 kW / 500 Nm und beschleunigt den Transporter in 14,7 s auf 100 km/h. Der Top-Speed liegt bei 110 km/h und wird Postboten wohl nicht vom Hocker werfen.

Versorgt werden die beiden Elektromotoren von einer 480 kg schweren Lithium-Ionen-Batterie mit 32 kWh und einer Dauerleistung von 95 kW. Die Reichweite soll etwa 100 km betragen.

Die zweiteilige Schiebetür auf der Beifahrerseite ist noch nicht wirklich besonders. Das ist schon ehr der „Drive Stick“ sowie einige Funktionstasten, mit denen sich z.B. Türen, Spiegel, die Parkbremse und die Elektromotoren bedienen lassen. Über diese Bedieneinheit kann der Zusteller den Wagen mit einer Geschwindigkeit bis zu 6 km/h bewegen ohne auf dem Fahrersitz platz nehmen zu müssen.

Richtig heiß ist erst die „Follow me“-Funktion. Mit der folgt der Wagen seinem Nutzer, dessen Position er per WLAN ermittelt. Der Nutzer muss dafür mit einem Zusatzmodul für sein iPhone ausgestattet sein, dass eine Verbindung zu den sechs im Fahrzeug verbauten WLAN-Transceivern hält.

Die Technik dieser „Come to me“ oder „Follow me“-Funktion entstammt dem vollständig autonom fahrenden Touareg Stanley der Grand Challenge und basiert auf eine im Innenspiegelbereich montierten Kamera. Kleinere Hindernisse werden automatisch umfahren, vor größeren bleibt der „eT!“ stehen.

Gut, wenn man schon mal mit einem VW automatisch ein geparkt hat, glaubt man durchaus, dass das Auto einem auch mal ein paar Meter hinter her fährt. Das einzige, was ich befürchte ist, dass die Post dann keine IPhones verteilt, sondern richtig fette Profi-Taschencomputer, ca. 3Kg das Stück 😉

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