Elektromobile

Elektromobile für ein Taschengeld

22 Apr , 2009  

Vor einiger Zeit hatte ich hier über das wohl aktuell ambitionierteste Elektromobil NLV Quant vom schwedischen Hersteller Koenigsegg geschrieben. Leider wurden auf der Messe und auch auf der Webseite keine Preise genannt. Ich hatte so mit ca. 100.000 Euro gerechnet. Aber das wird wohl bei weitem nicht ausreichen, um Besitzer eines solchen Fahrzeugs zu werden.

Wo kann man besser reale Preise recherieren als bei Mobile.de.  Das Angebot ist so knapp, wie die Preise hoch sind. Ein aktueller Benziner kostet dort z.b. als Neuwagen 1.800.000 Euro plus ein paar Kleinwagen-Euros für die Extras. Selbst gebrauchte Königsegg’s kosten immer noch gut eine halbe Million. Damit wird dieses nette Elektoauto, so es dann gebaut wird, wohl nur ein Spielzeug für Ölscheichs(!?) oder kalifornische Milliardäre werden.



Deutlich bodenständiger wird dagegen das 2011 serienfertige Tesla Model S sein. Für vorraussichtlich „nur“ 50.000 Dollar soll dann dieses komplett neu entwickelte Elektromobil zu haben sein. Immerhin hat dieses Schmuckstück dann eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 210 km/ und soll den Spurt von 0 auf 100 sogar unter fünf Sekunden schaffen. Da die gesammte Technik aus Batterie, Weitbereichs-Ladegerät und Motor in den Unterboden des Fahrzeugs konstruiert wurde, ist im Fahrzeug Platz für bis zu 7 Personen oder ausreichend Gepäck. Die Reichweite beträgt je nach Akku-Pack 260, 370 oder 480 km.

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Ein Feature ist die geplante schnell-wechsel-Batterie. So soll unterwegs die längere Ladezeit des Akku-Packs enorm reduziert werden. Das könnte funktionieren, wenn die Automobilindustrie sich auf genormte Akkupacks einigen könnte. Abgesehen davon, dass sich das für mich sehr unrealistisch anhöhrt, müsste auch noch eine Kompensation für unterschiedliche Akku-Zustände gefunden werden. Nicht dass jemand seinen frischen, neuen Akku an einer Wechselstation gegen einen am Lebensende stehenden Akku tauscht, der schon viel von seiner Kapazität verloren hat. Oder man zahlt an die zukünftige E-Tankstellenkette eine Jahresmiete + anfallende Stromkosten und bekommt automatisch immer geladene und gewartete Akku-Packs und gibt damit das Risiko der Ladezyklenzahl an den E-Tankstellenbetreiber weiter.

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Den Tesla Model S kann man schon vorbestellen. Ebenfalls kann man sich auch schon für den Opel Ampera registrieren lassen.

Auch der Opel Ampera aka Chevrolet Volt wird vollelektrisch fahren und preislich und konzeptionell als attraktives Serienfarzeug ausgelegt sein. Den Preis kann GM bzw. Opel drücken, da es am teuersten Element – dem Akkumulator – spart. Der Fahrakku wird nur für ca 60 km ausgelegt. Dies sollte für die meisten für die Fahrt zur Arbeit oder den normalen Stadtverkehr reichen. Für weitere Fahrten ist ein RangeExtender vorgesehen. Dies ist ein kleiner Benzinmotor mit Generator, der beim Fahren immer im optimalen Bereich läuft und die Batterie gleichmäßig wieder auflädt. Damit soll ein Verbrauch von nur 1,6 Liter auf 100km möglich sein.

opel_ampera

Ein Durchbruch der Elektromobile zeichnet sich deutlich ab. Es wird nur spannend, welches Konzept letztendlich sich im Massenmarkt durchsetzten wird.

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