Elektromobile

E-Quickie EelektroMobil mit drahtloser Energieübertragung

12 Aug , 2010  

Vor einiger Zeit hatte ich hier im Blog meine Idee veröffentlicht, eine drahtlose Energieversorgung wie sie zum Beispiel beim Transrapid verwendet wird, auch für Elektroautos auf unseren Straßen zu nutzen. OK, es wäre eine technische und finanzielle Großtat die wichtigsten Straßen mit verborgenen Induktionsschleifen aus zu rüsten. Aber es wäre eine echte Alternative zu teuren und großen Akkus in Elektrofahrzeugen.

Studenten der Hochschule Karlsruhe haben nun ein solches System aus einem Elektroauto und einer 222 Meter langen Leiterbahn entwickelt.

Das Fahrzeug „E-Quickie“ ähnelt einem Liegefahrrad mit aerodynamisch geschlossener Kabine aus Kohlefasern. Mit Komponenten aus Hightech-Materialen wiegt das Fahrzeug 60 kg und Prof. Jürgen Walter, der Leiter des Projekts, ist sich sicher, dass durch weitere Optimierungen dieses Gewicht auf 40 kg reduziert werden kann.

Seine Feuertaufe hat das drahtlos versorgte E-Mobil zwischenzeitlich bestanden: Am 19. und am 20. Mai 2010 hatten die Studenten mit ihm an der Karlsruher E-Meile teilgenommen und 40 Runden auf der 222 Meter langen Leiterbahn gedreht. „Dabei ging es uns nicht nur darum zu zeigen“, so Prof. Walter, „wie schnell man sich mit dem E-Quickie bewegen kann, sondern vor allem wie energieeffizient. Wir sind also mit halbvollen Batterien an den Start gegangen und mit vollen angekommen.“

Der „E-Quickie“ hat dabei Akkus, um auch auf Strecken ohne Leiterbahnen in der Straße fahren zu können. Denkt man in großen Dimensionen wird es sicher nicht möglich sein, jede Nebenstraße entsprechend mit Induktionsschleifen aus zu rüsten. Wenn jedoch Autobahnen und Bundesstraßen mit Versorgungsschleifen ausgerüstet werden ist das Reichweitenproblem von E-Mobilen gelöst. Und mit cleveren Navis wird dann in Zukunft die Fahrt-Route für E-Mobile auch unter Energie-Aspekten geplant.

Dieses E-Trike mit seinem 2kW Radnabenmotor, einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und der extremen Leichtbautechnik ist weit entfernt von einer Alltagstauglichkeit. Umso schöner aber, dass damit schon der Beweis der Funktionsfähigkeit und der Energieeffizienz dieser Idee erbracht wurde.

Weitere Erfahrungen sollen nun auf einer Teststrecke auf dem Campus der Hochschule Karlsruhe mit dem Industriepartner SEW-EURODRIVE gesammelt werden.

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